Silke Bach
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Silke Bach, Hallo! Ich heiße Silke Bach, bin 36 Jahre und züchte seit ca. 11 Jahren Meerschweinchen. Angefangen hat alles mit meinem Job bei einer Tierärztin, die nicht gerne Böckchen kastrierte. Also habe ich einer Patientin die Reste ihrer Zucht abgenommen und die Schweinis in eine Zoohandlung verkauft. Die tragenden Weibchen behielt ich und war sehr gespannt auf den Nachwuchs. Bald stand der nächste mit seiner Zucht vor meiner Anlage und schon hatte ich wieder 10 Tiere mehr. Über einen Kurs an der Uni kam ich über ihren Schwager an Britta Poweleit, eine der Mitbegründerinnen unseres Vereines, bei der ich die ersten Rassemeerschweinchen erblickte. Ich infizierte mich mit dem Meerschweinchenvirus und reiste zusammen mit Britta und Michaela Szeimis, die wiederum bei mir ihre ersten Rasseschweinis gesehen hatte, zu verschiedenen Züchtern weiter südlich.
Meiner Zuchtleidenschaft bin ich seit der Zeit relativ treu, was heißt, das sich das was ich züchte eigentlich nicht geändert hat. Es sind immer noch die Silber- und Cinnamon-Agoutis und die Schoko und Schoko-Dalmatiner, denen mein Herz gehört. Die ersten richtig guten Silbernen bekam ich damals von Carola Heise in Berlin und dort entdeckte ich auch Jacomo, ihren letzten und meinen ersten Schoko-Dalmatiner. Er ist der Stammvater aller meiner Dalmis. Nebenbei laufen bei mir noch ein paar Rosetten, Coronets, eine Rexin und ein paar black&tan und schoko-tan. Ich wollte und werde mich nie nur auf zwei Zuchtziele reduzieren können und deshalb fühle ich mich auch ein bisschen als "Sammler" von Farben und Rassen.
Mein Job als Marktleiterin in einer Zoohandlung bringt für mich in Sachen Schweinis den positiven Aspekt, das ich meine Nachzucht (und die anderer Züchter) innerhalb meiner Arbeitszeit und mit aller nötigen Beratung, was das Zubehör angeht, verkaufen kann. Das empfinde ich als sehr angenehm und das scheint den Käufern ähnlich zu gehen, da sie ja immer wissen, wo sie mich finden.
Obwohl mir viele Leute während meiner Schwangerschaft vor 4 Jahren geraten haben, meinen Bestand zu verkleinern, hab ich alles ignoriert und bin meinen Kleinen treu geblieben. Der Bestand ist seit Jahren konstant bei 70 Tieren und mehr sollen es auch nicht werden. Sie sind mittlerweile in ein großes Gehege direkt neben dem Pferdestall gezogen, wo auch mein Pferd Gawain lebt. Es ist direkt hier im Dorf und für mich 3min von meiner Wohnung entfernt.
Auch wenn
ich immer mal wieder Rückschläge, Todesfälle, mysteriöse Krankheiten
und Würfe von ausgebrochenen Böckchen habe, es ist zu schön, die
Schweinis beim Futtern zu beobachten, auf neue Würfe zu fiebern, die
Kleinen aufwachsen zu sehen und ( immer wieder was Besonderes) zu sehen,
was aus abgegebenen Schweinchen so wurde und das es ihnen gut geht. Für
mich steht fest, das Schweinis immer zu meinem Leben gehören werden. Silke |